Was hat ein Markt mit Marketing gemeinsam?

Barbara Basel Leave a Comment

Dabei fängt alles so gut an: zum ersten Mal seit Tagen zeigt sich sogar die Sonne, es ist zwar sehr kühl, aber liegt nicht ein Hauch von Frühling in der Luft?

Am letzten Samstag fand der Bärlauchmarkt auf dem Matthäusplatz, mein erster Markt im 2013, statt. Gut vorbereitet und mit neuer frühlingshafter Dekoration starten wir voller Freude frühmorgens in den Tag.

Schnell ist das Zelt aufgebaut:

 

Zelt  - der Anfang

Das Zelt steht und die Sonne scheint

In weiser Voraussicht und aus Erfahrung klug nehmen wir nur eine Rückwand:

 

Zelt - die Rueckwand

Die Sonne verabschiedet sich

 

Den ersten Windstoss federn wir noch galant ab, die zweite Böe kommt unerwartet …

 

IMG_4910

Die zweite Windböe (die Rückwand bauscht sich)

 

… und verbiegt das leichte Aluminiumgestell: weg ist die – zugegeben eher wacklige – Stabilität.

Danke für die vielen guten Ratschläge (Zelt festbinden an Baum, gefüllte PET Flaschen an Zeltstangen anbringen, Heringe in den Boden schlagen), ich werde sie gerne in Zukunft anwenden. Nur: nicht immer ist ein Baum in der Nähe, manchmal ist der Boden zu hart, um die weichen Heringe reinzukriegen. Und manchmal ist der Zeitpunkt auch nicht gerade ideal für Ratschläge, während wir eigentlich vier Hände bräuchten, um alles festzuhalten …

 

IMG_4911

Openair mit Rasenteppich und Primeli

IMG_4913

Das etwas andere Osternest mit Primeli

Wir bauen das Zelt ab, mein Blick geht zum Himmel: „Lass es ja nicht regnen, bitte!“ Regen, bitte sehr, hier kommt er:

 

IMG_4914

Die Etiketten verabschieden sich

Und das geht dann die ganze Zeit so weiter mit Unterbrüchen und immer wieder kommt Hoffnung auf, dass es wieder aufhört. Die fragilsten Sachen versorge ich in Plastikcontainer (na toll, möchten Sie gerne einen Blick in die Box werfen?), die Etiketten verabschieden sich.

IMG_4915

Das Marzipan in der marokkanischen Glasdose ist geschützt

 

Ich möchte am liebsten alles einpacken und nach Hause fahren.

Schade für all die Arbeit, die alle Standbetreiber hier leisten für den Markt, schade auch für die Organisatoren, die mit viel Einsatz und Liebe bei der Sache sind.

Meine netten Nachbarn (der Schuhmacher und der Käsekuchenbäcker) erleichtern mir das Ausharren.

Am Anfang hat es wenig Leute, aber die Saisonmärkte haben sich zu einem beliebten Ausflugsziel etabliert und es kommen immer mehr Standbetreiber und Zuschauer.

Nach sechs Stunden darf ich wieder alles (fast alles, ein bisschen habe ich ja auch verkauft) einpacken und ins wohlverdiente Wochenende fahren.

 

 

IMG_4916

Brauchen Primeli so viel Wasser?

 

Und was nehme ich aus dieser Markt Erfahrung für Marketing Erkenntnisse mit?

  • Fail to plan – plan to fail
  • Alle äusseren Bedingungen einbeziehen (die beste Organisation nützt nichts, wenn das Wetter nicht mitspielt)
  • Auf Ratschläge hören und die Erfahrungen Anderer zu eigenen machen
  • In einer Krise tut es gut, von netten Menschen umgeben zu sein
  • Die schönste Dekoration geht baden, wenn es regnet

 

In diesem Sinne wünsche ich besinnliche Festtage und vertraue darauf, dass endlich der Frühling kommt.

 

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.